LEVOLUT × Naspa — Interaktive Sprint-Landkarte
Befragungsergebnisse 2025: ● Kommunikation ● Führung Effizienz Zusammenarbeit Informationsaustausch OE Fehlerkultur Partizipation Wertschätzung Kundenorientierung
Ansatz 01
Führung zuerst
Den stärksten Hebel zuerst betätigen — mittlere Führungsebene.
35 FKs 12–16 Wochen Empfohlener Einstieg
Ansatz 02
Silos aufbrechen
OE-übergreifende Zusammenarbeit als tägliche Praxis.
Cross-OE-Teams 10–14 Wochen Parallel möglich
Ansatz 03
Fehlerkultur & Partizipation
Psychologische Sicherheit als Fundament echter Beteiligung.
Teams + FKs parallel 14–20 Wochen Höchstes Impact-Potenzial
Sprint-Übersicht · Ansatz 01
Führung zuerst
»Wenn die Führung sich verändert, verändert sich das Team.«
Zielgruppe: 35 Führungskräfte (Teamleiter + Abteilungsleiter)
Laufzeit: 12–16 Wochen, jederzeit verlängerbar
Aufwand: 5 Minuten täglich — keine Seminare, kein Kalenderblock
Engagement-Score
+18 P
Ziel vs. Baseline
Strategieverständnis
72→89%
smart insights® Follow-up
Führungsqualität-Index
+22 P
Folgebefragung
Skill-Taxonomie · Ansatz 01
Aktives Zuhören Wertschätzendes Feedback Strategievermittlung Klare Erwartungen setzen Mitarbeitergespräche führen Selbstreflexion als FK Delegation mit Kontext Transparente Entscheidungen Psychologische Sicherheit Purpose kommunizieren
Phase 01 · Woche 1–4
Beziehung & Grundlagen
Wertschätzung, Zuhören, Transparenz
Phase 02 · Woche 5–9
Kommunikation & Klarheit
Erwartungen, Feedback, Delegation
Phase 03 · Woche 10–12+
Verankern & Messen
Reflexion, Gewohnheiten, Follow-up
20 Micro-Tasks · Zum Aufklappen
0 / 20 geöffnet
0%
T01
Phase 1 · Woche 1–2
Drei Momente des echten Danke-Sagens
Notiere heute drei konkrete Momente, in denen du einem Teammitglied ehrlich für etwas danken könntest — und tu es noch heute. Konkret, spezifisch, ohne Anlass.
Warum diese Aufgabe?
Wertschätzung ist der am häufigsten genannte Mangel in Sparkassen-Befragungen. Kleine, authentische Gesten verändern das erlebte Führungsklima schneller als jede Workshop-Übung. Das bewusste Suchen nach Dankbarkeit trainiert gleichzeitig die Wahrnehmung — Führungskräfte sehen ab sofort mehr, was gut läuft.
WertschätzungDirekte WirkungWahrnehmungsschärfung
T02
Phase 1 · Woche 1–2
Das 2-Minuten-Check-in
Frage heute Morgen einer Person in deinem Team: »Wie stehst du gerade — was brauchst du von mir diese Woche?« Hör wirklich zu. Notiere die Antwort mental.
Warum diese Aufgabe?
Führungskräfte, die regelmäßige Micro-Check-ins praktizieren, werden von ihren Teams als signifikant präsenter und empathischer wahrgenommen — ein Haupttreiber von Engagement (Gallup Q12). Die Frage ist bewusst offen gehalten, damit keine vorschnelle Lösung folgt, bevor das Problem verstanden ist.
Aktives ZuhörenMitarbeiterbindungEmpathie
T03
Phase 1 · Woche 2–3
Was & Warum — Entscheidungen begründen
Erkläre deinem Team heute eine aktuelle Entscheidung — nicht nur WAS du entschieden hast, sondern warum. Nimm dir 5 Minuten. Kein Meeting, eine kurze Nachricht reicht.
Warum diese Aufgabe?
Mangelnde Transparenz über Entscheidungen ist ein Hauptkritikpunkt der Naspa-Befragung. Führungskräfte, die Entscheidungen begründen, erleben deutlich mehr Commitment — weil »Mitziehen« nur funktioniert, wenn man die Richtung versteht. Diese Gewohnheit kostet 5 Minuten, hat aber Dauerwirkung.
StrategievermittlungTransparenzCommitment
T04
Phase 1 · Woche 2–3
Feedback schriftlich vorformulieren
Bereite ein Feedback für eine Person vor — schreib es in 3 Sätzen auf (Beobachtung / Wirkung / Wunsch) bevor du sprichst. Dann gib es — mündlich oder schriftlich.
Warum diese Aufgabe?
Strukturiertes Feedback nach dem SBI-Modell (Situation–Behavior–Impact) erhöht die Akzeptanz beim Empfänger erheblich. Das schriftliche Vorformulieren verhindert reaktive und unklare Kommunikation — und trainiert präzises Denken über Beobachtung statt Interpretation.
FeedbackqualitätKlarheitSBI-Methode
T05
Phase 1 · Woche 3–4
Strategie übersetzen: Was bedeutet das für uns?
Nimm ein aktuelles Unternehmensziel der Naspa und formuliere in 2 Sätzen, was das konkret für deinen Bereich bedeutet. Teile es im nächsten Teammeeting oder per Nachricht.
Warum diese Aufgabe?
Die Naspa-Befragung zeigt: Mitarbeiter kennen die Jahresziele nicht. Führungskräfte, die abstrakte Strategie in konkrete Bereichsziele übersetzen, schließen den häufigsten Engagement-Gap. Die Übung baut die Kompetenz auf, Makro-Ziele in Mikro-Relevanz zu übersetzen.
StrategieverständnisRichtung gebenAlignment
T06
Phase 2 · Woche 4–5
Aktiver Zuhörtest — paraphrasieren
Halte heute in einem Gespräch bewusst inne — bevor du antwortest, fasse zusammen, was du gehört hast. Frage: »Habe ich das richtig verstanden?« Mindestens einmal.
Warum diese Aufgabe?
Aktives Zuhören ist die meistunterschätzte Führungskompetenz — und die am wenigsten geübte. Paraphrasieren trainiert gezielt die Unterbrechung automatischer Reaktionsmuster. Dieser eine Satz — »Habe ich das richtig verstanden?« — signalisiert Respekt und verhindert Missverständnisse in einem Schritt.
Aktives ZuhörenKommunikationVertrauen
T07
Phase 2 · Woche 4–5
Delegation mit Kontext
Delegiere heute eine Aufgabe — aber nicht nur die Aufgabe, sondern auch den Kontext: Warum ist sie wichtig? Was ist das Ziel dahinter? Wer ist betroffen?
Warum diese Aufgabe?
Delegation ohne Kontext erzeugt Frust und Qualitätsverlust — weil der Ausführende nicht weiß, wie viel Eigeninitiative gewünscht ist und was Erfolg bedeutet. Führungskräfte, die den »Warum«-Rahmen mitgeben, erleben bessere Ergebnisse, weniger Rückfragen und mehr Eigenverantwortung.
EigenverantwortungDelegationQualität
T08
Phase 2 · Woche 5–6
Offene Frage im Meeting stellen
Stelle im nächsten Meeting eine echte offene Frage an die Gruppe — ohne die Antwort selbst zu kennen. Halte aus, wenn es Stille gibt. 10 Sekunden sind okay.
Warum diese Aufgabe?
Führungskräfte dominieren in Sparkassen-Kulturen oft unbewusst den Gesprächsanteil. Offene Fragen aktivieren Partizipation und signalisieren: Eure Meinung ist entscheidend. Die Übung mit der Stille ist bewusst: Die meisten Führungskräfte füllen Stille zu schnell — und verhindern dadurch Tiefgang.
PartizipationEngagementMeeting-Qualität
T09
Phase 2 · Woche 5–6
Selbstreflexion: Mein schlechtester Führungsmoment diese Woche
Schreib einen Satz: Was war letzte Woche ein Führungsmoment, den du anders machen würdest — und was konkret würdest du ändern?
Warum diese Aufgabe?
Führungskräfte mit hoher Selbstreflexionskompetenz entwickeln sich nachweislich schneller — weil sie Lernschleifen schneller schließen. Diese Aufgabe trainiert den »inneren Beobachter«, der nötig ist, um Muster im eigenen Verhalten zu erkennen. Bewusst unangenehm gestaltet, weil Wachstum selten dort stattfindet, wo es bequem ist.
SelbstreflexionFührungsreifeLernkultur
T10
Phase 2 · Woche 6–7
Erwartungen in einem Satz
Formuliere für eine aktuelle Aufgabe deines Teams schriftlich: Was genau ist das Ergebnis, das du erwartest — in einem Satz, ohne Interpretationsspielraum.
Warum diese Aufgabe?
Unklare Erwartungen sind die häufigste Ursache für Frustration, Nacharbeit und stille Konflikte. Die Übung, etwas in einem einzigen Satz zu formulieren, erzwingt Präzision — und deckt oft auf, dass die FK selbst noch keine klare Vorstellung hatte. Das ist der wertvollste Teil.
ErwartungsklarheitEffizienzKonfliktvermeidung
T11
Phase 2 · Woche 6–7
Das ehrliche »Ich weiß es nicht«
Wenn du heute in einer Situation bist, wo du etwas nicht weißt: Sag es direkt — ergänze, wie und bis wann du die Antwort beschaffst. Kein Vortäuschen.
Warum diese Aufgabe?
Führungskräfte, die Wissensgrenzen offen kommunizieren, werden als vertrauenswürdiger und authentischer wahrgenommen — nicht als schwächer. Das Vortäuschen von Sicherheit kostet langfristig mehr Glaubwürdigkeit als jedes ehrliche »Ich kläre das«. In konservativen Sparkassen-Kulturen ist dieser Schritt besonders mutig.
AuthentizitätVertrauenGlaubwürdigkeit
T12
Phase 2 · Woche 7–8
Das 1:1 ohne Agenda
Führe heute ein 15-minütiges Gespräch mit einer Person aus deinem Team — ohne vorbereitete Agenda. Einzige Frage: »Was beschäftigt dich gerade?«
Warum diese Aufgabe?
Regelmäßige 1:1s ohne feste Agenda zeigen: Ich bin für dich da, nicht nur für die Aufgabe. Gallup zeigt, dass strukturierte 1:1s Fluktuation um bis zu 30% reduzieren. Gerade in Sparkassen-Kulturen, wo Hierarchie Gesprächshürden schafft, ist dieser unstrukturierte Kanal besonders wertvoll.
MitarbeiterbindungVertrauenFluktuation –30%
T13
Phase 2 · Woche 7–8
Öffentliches Lob im Team-Setting
Erkenne heute eine gute Leistung aus deinem Team in einem Gruppen-Setting öffentlich an — nicht per E-Mail allein, sondern persönlich, konkret, spezifisch.
Warum diese Aufgabe?
Öffentliche Anerkennung hat laut Gallup 3× stärkere Wirkung auf Motivation als private Rückmeldung. Bei der Naspa mit schwachem Wertschätzungswert ist dieser Hebel besonders effektiv — und gleichzeitig einer der seltensten im Führungsalltag. Die Öffentlichkeit verstärkt den sozialen Beweis: »Gute Arbeit wird hier gesehen.«
WertschätzungTeambindungGallup Q12
T14
Phase 2 · Woche 8–9
3-Satz-Zusammenfassung nach jeder Entscheidung
Nach der nächsten Teamentscheidung: formuliere drei Sätze — Was wurde entschieden? Warum? Wer macht was bis wann? Teile sie mit dem Team.
Warum diese Aufgabe?
Entscheidungstransparenz ist in der Naspa-Befragung ein kritischer Schwachpunkt. Diese Routine eliminiert die häufigste Quelle von Verwirrung und Nachfragen — nicht durch mehr Kommunikation, sondern durch präzisere. Einmal als Gewohnheit etabliert, spart sie vielfach die Zeit, die sie kostet.
TransparenzEffizienzEntscheidungsklarheit
T15
Phase 3 · Woche 9–10
Eigenen Fehler im Team teilen
Erzähle in deinem Team von einem Fehler, den du selbst gemacht hast — was du gelernt hast, sachlich, ohne übertriebene Entschuldigung. Einmal. Konkret.
Warum diese Aufgabe?
Führungskräfte, die eigene Fehler teilen, senken die psychologische Sicherheitshürde für ihr Team nachweislich — weil sie zeigen: Hier ist es sicher, Fehler zuzugeben. Ein geteilter FK-Fehler hat mehr Wirkung auf die Fehlerkultur als jede Schulung. In Sparkassen mit hoher Hierarchie ist dieser Schritt ungewöhnlich mutig — und deshalb besonders wirkungsvoll.
Psychologische SicherheitFehlerkulturVorbildfunktion
T16
Phase 3 · Woche 9–10
Mikro-Feedback einholen
Frage heute eine Person aus deinem Team: »Was könnte ich als Führungskraft konkret anders oder besser machen?« Hör zu, ohne zu rechtfertigen.
Warum diese Aufgabe?
Führungskräfte erhalten selten ehrliches Aufwärtsfeedback — weil die Hierarchie es verhindert. Diese Aufgabe bricht die Hürde aktiv und signalisiert: Feedback ist hier eine Zweibahnstraße. Das alleine verändert die Teamdynamik — unabhängig davon, was konkret gesagt wird.
FeedbackkulturEntwicklungHierarchieabbau
T17
Phase 3 · Woche 10–11
Sinn stiften: Warum tun wir das?
Formuliere heute in 2 Sätzen, welchen gesellschaftlichen Beitrag dein Bereich bei der Naspa leistet — und teile diesen »Warum«-Satz mit deinem Team.
Warum diese Aufgabe?
Purpose-Kommunikation ist ein Top-Treiber von Engagement — besonders in Finanzinstituten unter Transformationsdruck. Führungskräfte, die den »Warum«-Rahmen für ihre Arbeit formulieren können, binden Mitarbeiter nachweislich stärker und reduzieren innere Kündigung. Die Nassauische Sparkasse hat als Regionalinstitut starkes Identitätspotenzial.
PurposeEngagementInnere Bindung
T18
Phase 3 · Woche 11–12
Schriftliche Wertschätzung formalisieren
Sende heute eine kurze, konkrete schriftliche Rückmeldung an eine Person — was hat sie gut gemacht, und warum macht das den Unterschied für das Team?
Warum diese Aufgabe?
Schriftliches Lob hinterlässt einen bleibenden Eindruck — es wird gelesen, aufbewahrt und nach Wochen noch erinnert. Es wirkt über den Moment hinaus und stärkt das Bindungsgefühl besonders bei Mitarbeitenden, die selten explizite Anerkennung erhalten haben. Die Kombination aus Konkretheit und Schriftlichkeit macht den Unterschied zu einem »gut gemacht«.
WertschätzungLangzeitwirkungBindung
T19
Phase 3 · Woche 11–12
Sprint-Reflexion: Was hat sich verändert?
Schreib drei Sätze: Was hat sich in meinem Führungsverhalten in den letzten 12 Wochen konkret verändert? Was hatte die stärkste Wirkung auf mein Team?
Warum diese Aufgabe?
Abschlussreflexionen konsolidieren das Gelernte und erhöhen die Transferwahrscheinlichkeit erheblich — weil bewusstes Benennen von Veränderungen diese stabilisiert. Diese Aufgabe bereitet gleichzeitig die Folgebefragung durch smart insights vor: Die FK kommt mit einem Eigenbild in die Messung, das verglichen werden kann.
TransferNachhaltigkeitVorbereitung Follow-up
T20
Phase 3 · Woche 12
Commitment für die nächste Phase
Formuliere eine konkrete Gewohnheit, die du aus diesem Sprint dauerhaft in deinen Führungsalltag mitnimmst. So spezifisch wie möglich: Wann? Was? Mit wem?
Warum diese Aufgabe?
Implementation Intentions — »Wenn-Dann-Pläne« — verdoppeln die Wahrscheinlichkeit, dass ein Verhalten zur dauerhaften Gewohnheit wird (Gollwitzer 1999). Der Sprint endet, die Gewohnheit soll bleiben. Diese letzte Aufgabe ist die wichtigste, weil sie den Unterschied macht zwischen einem guten Kurs und einer echten Verhaltensveränderung.
GewohnheitsankernKontinuitätGollwitzer 1999
Messung durch smart insights® — Follow-up Befragung
Engagement-Score
+18 P
Ziel vs. Baseline 2025
Strategieverständnis MA
72→89%
Follow-up Befragung KW 20
Führungsqualität-Index
+22 P
Vergleich Baseline → Follow-up
Sprint-Übersicht · Ansatz 02
Silos aufbrechen
»Was du nicht kennst, kannst du nicht verstehen — und was du nicht verstehst, blockierst du unbewusst.«
Zielgruppe: OE-übergreifende Teams (je 2–3 OEs pro Gruppe)
Laufzeit: 10–14 Wochen, parallel zu Ansatz 01 möglich
Aufwand: 5 Minuten täglich — keine Workshops, kein Reisen
OE-Kooperationsindex
+25 P
Folgebefragung
Doppelarbeit-Reduktion
–30%
Interne Koordination
OE-Kontakte/Monat
vs. Baseline
Skill-Taxonomie · Ansatz 02
OE-übergreifende Kommunikation Internes Netzwerken Perspektivwechsel Wissenstransfer Schnittstellenmanagement Konfliktprävention Gemeinsame Ziele formulieren Proaktive Kommunikation Silo-Überwindung Koordinationsroutinen
Phase 01 · Woche 1–4
Sichtbarkeit & Beziehung
Kennenlernen, Wertschätzung, Verständnis
Phase 02 · Woche 5–9
Kooperation & Information
Wissenstransfer, Koordination, Lücken schließen
Phase 03 · Woche 10–12+
Routinen & Verankern
Rituale, Lessons Learned, Bilanz
20 Micro-Tasks · Zum Aufklappen
0 / 20 geöffnet
0%
T01
Phase 1 · Woche 1
Schreib der anderen OE
Identifiziere heute eine Person in einer anderen Organisationseinheit, mit der du regelmäßig zu tun hast — und schreib ihr: Was schätzt du konkret an der Zusammenarbeit?
Warum diese Aufgabe?
Der erste Schritt zur Silo-Überwindung ist der bewusste Aufbau persönlicher Kontakte. Wertschätzung vor dem Inhalt öffnet Kommunikationskanäle, die rein sachliche Anfragen geschlossen lassen. Diese Aufgabe setzt bewusst ein positives Signal — ohne Tagesordnungspunkt, ohne Anlass.
BeziehungsaufbauSilo-Abbau
T02
Phase 1 · Woche 1–2
Was braucht die andere OE von mir?
Frag eine Kollegin oder einen Kollegen aus einer anderen Abteilung: »Was bräuchtest du von uns, damit deine Arbeit einfacher wird?« Notiere die Antwort ohne sofortige Lösung.
Warum diese Aufgabe?
Silos entstehen nicht aus Böswilligkeit, sondern aus mangelndem gegenseitigem Verständnis der Bedürfnisse. Diese Frage erzeugt unmittelbar neue Perspektiven — und das bewusste Zuhören ohne sofortige Lösungsreaktion ist der anspruchsvolle, wichtige Teil.
PerspektivwechselEmpathieBedarfsverständnis
T03
Phase 1 · Woche 2
Den eigenen Beitrag sichtbar machen
Beschreibe in 2 Sätzen, was dein Bereich für die Naspa-Gesamtstrategie leistet — und teile es beim nächsten OE-übergreifenden Austausch aktiv.
Warum diese Aufgabe?
Gegenseitige Unsichtbarkeit ist ein Hauptgrund für Silomentalität — wer nicht weiß, was der andere tut, kann keine Verbindung herstellen und kooperiert nicht. Sichtbarkeit schafft Anknüpfungspunkte und reduziert Annahmen über die andere Seite.
SichtbarkeitVerständnisKooperation
T04
Phase 1 · Woche 2–3
Proaktiv informieren bevor nachgefragt wird
Kommuniziere heute proaktiv eine Information oder Entwicklung, die eine andere OE betreffen könnte — bevor sie danach fragen muss. Kurz, konkret, ungefragt.
Warum diese Aufgabe?
Proaktive Kommunikation ist die effektivste Form der Silo-Überwindung und reduziert Eskalationen nachweislich. Die Naspa-Befragung zeigt erhebliche Defizite im Informationsfluss zwischen OEs — dieser Task trainiert den Shift vom reaktiven zum proaktiven Informationsverhalten.
InformationsflussProaktivitätPrävention
T05
Phase 1 · Woche 3
Das doppelte Rad finden
Identifiziere heute eine Aufgabe, die wahrscheinlich auch jemand in einer anderen OE macht — und überlege, wie ihr das koordinieren könntet. Noch keine Umsetzung — nur die Erkenntnis.
Warum diese Aufgabe?
Doppelarbeit durch fehlende Koordination kostet Sparkassen geschätzt 15–20% der Arbeitszeit. Diese Aufgabe baut zunächst nur Bewusstsein für Redundanzen auf — ohne sofortigen Handlungsdruck, weil der erste Schritt zur Koordination immer die Wahrnehmung ist.
EffizienzBewusstseinKoordination
T06
Phase 2 · Woche 4–5
Wissen teilen, bevor es gefragt wird
Schicke heute einer anderen OE eine Information, ein Dokument oder eine Erkenntnis, die für sie nützlich sein könnte — ungefragt, ohne Gegenleistungserwartung.
Warum diese Aufgabe?
Wissenstransfer muss vom Pull- zum Push-Prinzip werden — warten bis jemand fragt ist zu spät. Ungeforderte Informationsweitergabe baut Vertrauen und signalisiert: Ich denke an euch mit. Diese Geste kostet 5 Minuten und hat nachhaltige Beziehungswirkung.
WissenstransferVertrauenPush-Kultur
T07
Phase 2 · Woche 5
OE-Perspektive einnehmen
Stelle dir heute vor, du wärst Leiterin einer anderen OE — welche deiner aktuellen Aktionen würden aus ihrer Sicht problematisch oder belastend wirken?
Warum diese Aufgabe?
Perspektivübernahme ist die Kernkompetenz für jedes Schnittstellenmanagement. Dieser Mentalwechsel reduziert reaktive Konflikte, bevor sie entstehen — weil er blinde Flecken im eigenen Handeln aufdeckt, die aus der eigenen OE-Brille unsichtbar bleiben.
PerspektivwechselKonfliktpräventionEmpathie
T08
Phase 2 · Woche 5–6
Gemeinsame Sprache finden
Identifiziere einen Begriff oder ein Konzept, das in deiner OE anders verwendet wird als in einer anderen — und bring es beim nächsten Austausch auf den Tisch.
Warum diese Aufgabe?
Kommunikationsprobleme entstehen oft aus unterschiedlichem Begriffsverständnis — nicht aus fehlendem Willen. Terminologische Klärung ist eine der niedrigschwelligsten Maßnahmen mit hoher Wirkung, weil sie Missverständnisse an der Wurzel adressiert.
KommunikationKlarheitMissverständnisvermeidung
T09
Phase 2 · Woche 6
OE-Feedback einholen
Bitte heute jemanden aus einer anderen OE: »Wie erleben Sie die Zusammenarbeit mit unserem Bereich — was könnte aus Ihrer Sicht besser sein?« Zuhören ohne Rechtfertigen.
Warum diese Aufgabe?
Externes Feedback von Schnittstellenpartnern zeigt blinde Flecken, die intern unsichtbar bleiben. Die Haltung »ohne Rechtfertigen« ist bewusst eingebaut — sie ist der schwierige Teil, der den Unterschied macht zwischen einem Alibi-Gespräch und echter Lernbereitschaft.
FeedbackLernkulturBlinde Flecken
T10
Phase 2 · Woche 6–7
Den Erfolg der anderen feiern
Wenn du heute von einem Erfolg in einer anderen OE hörst — gratuliere aktiv. Nicht passiv ignorieren. Eine kurze, aufrichtige Nachricht.
Warum diese Aufgabe?
Gegenseitige Anerkennung über OE-Grenzen ist ein starker Indikator für Organisationsgesundheit — und tritt in Siloorganisationen fast nie auf. Sie reduziert internen Wettbewerb und stärkt das Wir-Gefühl über Bereichsgrenzen hinweg.
WertschätzungWir-KulturKooperation
T11
Phase 2 · Woche 7
Ein gemeinsames Ziel benennen
Identifiziere ein Ziel, das du mit einer anderen OE teilst — und formuliere es so, dass beide Seiten darin ihren Beitrag erkennen. Teile die Formulierung.
Warum diese Aufgabe?
Gemeinsame Ziele sind der stärkste Kitt gegen Silodenken. Organisationen, die bereichsübergreifende Ziele explizit formulieren, zeigen in McKinsey-Studien 34% bessere Kooperationswerte. Das Formulieren selbst ist die Übung — nicht die Umsetzung.
Gemeinsame ZieleAlignmentMcKinsey +34%
T12
Phase 2 · Woche 7–8
Kurzanruf statt langer E-Mail
Statt eine längere E-Mail an eine andere OE zu schreiben: ruf heute kurz an oder sprich die Person direkt an. 3 Minuten, eine Frage. E-Mail danach nur zum Dokumentieren.
Warum diese Aufgabe?
Synchrone Kommunikation löst OE-übergreifende Fragestellungen 5–8× schneller als E-Mail-Ketten — und baut dabei Beziehungskapital auf. E-Mails sind effizienter zu schreiben, aber ineffizienter im Gesamtsystem. Dieser Task trainiert den bewussten Kanalwechsel.
KommunikationseffizienzBeziehungsaufbau
T13
Phase 2 · Woche 8
Missverständnis sofort klären
Wenn du heute merkst, dass es ein Missverständnis mit einer anderen OE gibt: Adressiere es sofort, nicht beim nächsten Meeting. 5 Minuten jetzt sparen eine Stunde später.
Warum diese Aufgabe?
Ungelöste Missverständnisse bilden die emotionale Grundlage für Silomentalität — weil aus kleinen Reibungen schnell »die ticken anders als wir« wird. Proaktive Sofortklärung verhindert die Verfestigung von Ressentiments, die später kaum noch aufzulösen sind.
KonfliktpräventionDirektheitEntstördynamik
T14
Phase 2 · Woche 8–9
Prozess-Lücke benennen
Wo fällt aktuell eine Aufgabe zwischen zwei OEs durch — weil unklar ist, wer sie übernimmt? Benenne sie heute konkret — einem Vorgesetzten, einem Kollegen, oder schriftlich für dich.
Warum diese Aufgabe?
Lücken in Verantwortlichkeiten sind die unsichtbare Ursache von OE-Reibung — weil jede Seite denkt, die andere müsste handeln. Benennen ist der erste Schritt, auch wenn die Lösung nicht sofort folgt. Was einen Namen hat, kann bearbeitet werden.
KlarheitProzessoptimierungVerantwortung
T15
Phase 2 · Woche 9–10
Einblick in eine andere OE holen
Bitte heute jemanden aus einer anderen OE, dir 10 Minuten lang zu erklären, womit sie aktuell hauptsächlich beschäftigt ist. Keine Agenda — nur zuhören und nachfragen.
Warum diese Aufgabe?
Gegenseitiges Verständnis der Arbeitsinhalte ist die einfachste und wirksamste Methode, OE-Stereotypen und blinde Flecken abzubauen. Wer weiß, womit der andere kämpft, reagiert mit weniger Ungeduld und mehr Unterstützung — das verändert die Zusammenarbeitsqualität grundlegend.
VerständnisEmpathieStereotypenabbau
T16
Phase 3 · Woche 10
Koordinationsritual vorschlagen
Schlage einer relevanten Schnittstellen-OE einen festen kurzen Austausch vor — 15 Min., alle 2 Wochen. Nenne ein konkretes Thema für das erste Treffen.
Warum diese Aufgabe?
Regelmäßige, kurze Sync-Punkte reduzieren Eskalationen um bis zu 60% — weil Probleme im Kleinen geklärt werden, bevor sie groß werden. Rituale verankern Kooperation strukturell statt nur durch Willenskraft. Die Initiative selbst sendet ein starkes Signal über OE-Grenzen hinweg.
StrukturPrävention–60% Eskalationen
T17
Phase 3 · Woche 10–11
Danke für OE-Zusammenarbeit
Bedanke dich heute bei einer Person aus einer anderen OE explizit für einen konkreten Beitrag zur Zusammenarbeit — konkret, nicht allgemein. »Danke, dass du...«
Warum diese Aufgabe?
Dankbarkeit über OE-Grenzen hat unverhältnismäßig starke Wirkung — weil sie so selten ist. In Siloorganisationen erwartet niemand Dankbarkeit von der anderen Seite. Diese Geste bricht das Muster und schafft eine neue emotionale Referenz für die Zusammenarbeit.
WertschätzungMuster brechenBeziehung
T18
Phase 3 · Woche 11
Lessons Learned proaktiv teilen
Teile mit einer anderen OE eine Erkenntnis aus einem aktuellen Projekt — etwas, das auch für sie relevant sein könnte. Kurz, konkret, ohne Erwartung einer Reaktion.
Warum diese Aufgabe?
Wissensaustausch über Bereichsgrenzen ist der direkteste Weg zu organisationalem Lernen — und der seltenste. Diese Aufgabe trainiert die Gewohnheit des proaktiven Teilens, die sich nach einem Sprint verstetigen soll.
WissenstransferOrganisationales Lernen
T19
Phase 3 · Woche 11–12
Die Schnittstellen-Agenda
Erstelle eine kurze Liste: Mit welchen drei OEs hat dein Bereich die stärksten Abhängigkeiten — und wo gibt es aktuell Reibung? Diese Liste ist deine persönliche Kooperationspriorität.
Warum diese Aufgabe?
Explizites Mapping von Abhängigkeiten ist der erste Schritt zu systematischer Schnittstellenpflege statt reaktivem Feuerlöschen. Was schriftlich benannt ist, wird regelmäßiger bearbeitet — weil es mental präsent bleibt.
SchnittstellenmanagementStrukturPriorisierung
T20
Phase 3 · Woche 12
OE-Beziehungsinventur
Benenne drei OEs und schreibe je einen Satz: Wie hat sich unsere Zusammenarbeit in den letzten 12 Wochen konkret verändert? Basis für die Follow-up-Befragung.
Warum diese Aufgabe?
Bewusstes Bilanzieren von Beziehungsveränderungen konsolidiert das Gelernte und schafft Klarheit über den eigenen Fortschritt. Gleichzeitig bereitet diese Reflexion die Folgebefragung durch smart insights vor — ein direkter Bogen zwischen Intervention und Messung.
ReflexionTransferFollow-up-Vorbereitung
Messung durch smart insights® — Follow-up Befragung
OE-Kooperationsindex
+25 P
Folgebefragung
Doppelarbeit-Reduktion
–30%
Interne Koordination
Bereichsübergreifende Kontakte
vs. Baseline pro Monat
Sprint-Übersicht · Ansatz 03
Fehlerkultur & Partizipation
»Psychologische Sicherheit ist nicht nett-to-have — sie ist die Voraussetzung für alles andere.«
Zielgruppe: Teams + Führungskräfte parallel — zwei Spuren gleichzeitig
Laufzeit: 14–20 Wochen — höchste Tiefe, höchstes Impact-Potenzial
Aufwand: 5 Minuten täglich — je eine Spur für FK, eine für MA
Psych. Sicherheits-Index
+30 P
Folgebefragung
Aktive Ideen-Einbringung
vs. Baseline
Fehler-Offenlegungsrate
+45%
Frühwarnsystem
Skill-Taxonomie · Ansatz 03
Psychologische Sicherheit Lernorientierung bei Fehlern Aktive Beteiligung einfordern Ideen einbringen Konstruktive Kritik Fehler transparent kommunizieren Mut zur Meinung Sicherheitsgebende Führung Verbesserungsvorschläge Feedback als Lernchance
Phase 01 · Woche 1–5
Sicherheit aufbauen
FK: Sicherheit schaffen · MA: Vertrauen aufbauen
Phase 02 · Woche 6–12
Fehler & Beteiligung normalisieren
Fehler teilen, Ideen einbringen, Widerspruch üben
Phase 03 · Woche 13–20
Kultur verankern & messen
Rituale, Systeme, Follow-up durch smart insights®
20 Micro-Tasks · Zum Aufklappen
0 / 20 geöffnet
0%
T01
Phase 1 · Woche 1–2 · Spur FK
Als Führungskraft: Unsicherheit offen zeigen
Teile heute in einem Gespräch mit deinem Team eine echte Unsicherheit, die du bezüglich einer aktuellen Entscheidung hast. Nicht dramatisch — einfach ehrlich.
Warum diese Aufgabe?
Psychologische Sicherheit entsteht top-down: Führungskräfte, die eigene Unsicherheiten zeigen, signalisieren dem Team, dass Verletzlichkeit hier sicher ist. Amy Edmonson (Harvard) zeigt: Teams mit hoher psych. Sicherheit machen mehr Fehler sichtbar und lernen dadurch schneller.
Psych. SicherheitEdmonsonVorbildfunktion
T02
Phase 1 · Woche 1–2 · Spur MA
Als Mitarbeiter: Eine kleine Idee einbringen
Bringe heute in einem Gespräch oder Meeting eine kleine Idee ein — nicht perfekt ausgearbeitet, sondern als Gedanke. »Ich frage mich, ob wir...« reicht.
Warum diese Aufgabe?
Das erste Mal die Stimme zu erheben ist die höchste Hürde. Kleine, unfertige Ideen zu teilen trainiert die Gewohnheit der Beteiligung — ohne den Druck, fertige Konzepte präsentieren zu müssen. Die Formulierung »Ich frage mich...« macht es explizit offen und einladend.
PartizipationNiedrigschwelligGewohnheit
T03
Phase 1 · Woche 2–3 · Spur FK
Einen Fehler des Teams ohne Schuldzuweisung ansprechen
Spreche einen aktuellen Fehler im Team an — fokussiert auf »Was können wir lernen?« statt »Wer war das?«. Sachlich, neugierig, lösungsorientiert.
Warum diese Aufgabe?
Die Art, wie Führungskräfte auf Fehler reagieren, definiert die Fehlerkultur des gesamten Teams. »Wer war das?« vs. »Was lernen wir?« — diese eine Frage unterscheidet Angstkultur von Lernkultur. In Sparkassen-Hierarchien ist dieser Unterschied besonders prägend.
FehlerkulturLernorientierungKulturgestaltung
T04
Phase 1 · Woche 2–3 · Spur MA
Eine Verbesserung benennen — ohne Lösung
Benenne heute gegenüber einer Führungskraft oder im Team etwas, das nicht optimal läuft — ohne sofort eine fertige Lösung mitliefern zu müssen. Beobachtung reicht.
Warum diese Aufgabe?
Mitarbeiter bringen keine Verbesserungsideen, weil sie fürchten, sofort eine fertige Lösung liefern zu müssen. Diese Aufgabe entkoppelt Beobachtung von Lösungspflicht — und senkt die Hürde zur Beteiligung erheblich. Nur wer beobachten darf ohne zu lösen, teilt auch Unbequemes.
PartizipationHürde senkenBeteiligung
T05
Phase 1 · Woche 3–4 · Spur FK
Beteiligung aktiv einfordern
Hole im nächsten Meeting aktiv die Meinung einer Person ein, die normalerweise wenig spricht. Direkte Frage, safe Formulierung: »Was denkst du dazu, [Name]?«
Warum diese Aufgabe?
In hierarchischen Kulturen sprechen in Meetings vor allem diejenigen, die es »dürfen« — meist die Lauteren oder Ranghöheren. Direktes Einladen der Stillen verändert das Machtmuster im Raum und zeigt: Jede Meinung ist explizit gewünscht. Die direkte Ansprache ist entscheidend.
PartizipationHierarchieabbauInklusion
T06
Phase 2 · Woche 5–6 · Spur MA
Einem Kollegen bei einem Fehler beistehen
Wenn du heute mitbekommst, dass jemand einen Fehler gemacht hat: Zeige Solidarität statt Distanz. »Wie kann ich helfen?« ist die Aufgabe.
Warum diese Aufgabe?
Fehlerkultur ist kein Führungsthema allein — sie wird auch durch das Kollegenverhalten geprägt. Wer bei Fehlern der anderen Solidarität statt Rückzug zeigt, verändert die soziale Norm im Team. Diese Aufgabe macht MA zu aktiven Gestaltern der Kultur — nicht nur Empfängern.
SolidaritätTeamkulturFehlerkultur
T07
Phase 2 · Woche 6–7 · Spur FK
Danke für das Ansprechen von Problemen
Bedanke dich heute explizit, wenn jemand ein Problem, eine Schwierigkeit oder einen Fehler offen anspricht. Laut, aufrichtig, sofort.
Warum diese Aufgabe?
Das öffentliche Danken für das Ansprechen von Problemen ist das kraftvollste Signal für Fehlerkultur, das eine Führungskraft senden kann — weil es das genaue Gegenteil von dem ist, was Mitarbeiter fürchten. Diese eine Geste verändert die Signalwirkung im gesamten Team dauerhaft.
FehlerkulturSignal setzenWertschätzung
T08
Phase 2 · Woche 6–7 · Spur MA
Eine Meinung vertreten, auch wenn sie unbequem ist
Wenn du heute in einem Meeting oder Gespräch anderer Meinung bist: Sage es — höflich, klar, mit Begründung. Auch wenn die Gegenseite ranghöher ist.
Warum diese Aufgabe?
Der Naspa-Befragungswert bei Partizipation zeigt: Mitarbeiter halten Meinungen zurück, wenn sie Hierarchiekonformität fürchten. Diese Aufgabe trainiert den Mut zur eigenen Stimme — und das Erleben, dass es sicher ist, anderer Meinung zu sein. Einmal machen lässt es das nächste Mal leichter werden.
Mut zur MeinungHierarchie überwindenPartizipation
T09
Phase 2 · Woche 7–8 · Spur FK
Fehler-Retro einführen
Führe in deinem Team eine kurze Fehler-Retro ein — 10 Minuten, einmal pro Monat: Was lief schief? Was lernen wir? Keine Schuldzuweisungen.
Warum diese Aufgabe?
Regelmäßige Fehler-Retrospektiven institutionalisieren Lernkultur — sie machen Fehler zu einem systematischen Lernprozess statt zu individuellen Scham-Ereignissen. Teams mit regelmäßigen Retros reduzieren Wiederholungsfehler nachweislich um 35–40%.
LernkulturSystematik–40% Wiederholungsfehler
T10
Phase 2 · Woche 8–9 · Spur MA
Einen Fehler von dir selbst teilen
Teile heute im Team einen Fehler, den du selbst gemacht hast — was du gelernt hast. Kurz, sachlich, ohne Drama. Du machst damit das Teilen für andere leichter.
Warum diese Aufgabe?
Fehlerkultur auf MA-Ebene entsteht durch Modellverhalten unter Peers — nicht nur durch FK-Signale. Wenn Kollegen Fehler teilen, fällt die soziale Hürde für andere. Diese Kettenreaktion ist der Mechanismus, durch den Fehlerkultur wirklich organisationsweit wird.
ModellverhaltenKettenreaktionFehlerkultur
T11
Phase 2 · Woche 9–10 · Spur FK
Entscheidung zur Mitgestaltung öffnen
Öffne eine aktuelle Entscheidung zur echten Mitgestaltung — nicht als Alibi, sondern als offene Frage: »Wie würdet ihr das lösen?« Und zeige, wie das Feedback die Entscheidung beeinflusst.
Warum diese Aufgabe?
Partizipation bleibt eine leere Geste, wenn MA erleben, dass ihr Input ignoriert wird. Das Zeigen von Wirkung — »Euer Feedback hat dazu geführt, dass...« — schließt den Loop und motiviert zur weiteren Beteiligung. Einmal erlebt, verändert es das Mitarbeiterverhältnis dauerhaft.
Echte PartizipationWirksamkeit erlebenEngagement
T12
Phase 2 · Woche 10–11 · Spur MA
Einen Verbesserungsvorschlag formalisieren
Schreib einen Verbesserungsvorschlag auf — nicht nur als Gedanke, sondern in 3 Sätzen: Problem, Idee, erwartete Wirkung. Einreichen oder direkt an die Führungskraft.
Warum diese Aufgabe?
Das Formalisieren eines Gedankens in 3 Sätzen ist der Unterschied zwischen einer flüchtigen Idee und einem kommunizierbaren Beitrag. Diese Struktur senkt die Hürde zur Einreichung — und die Praxis des Formulierens selbst schärft die Problemwahrnehmung.
BeteiligungStrukturWirkung
T13
Phase 3 · Woche 11–12 · Spur FK
Sicherheits-Check beim Team einholen
Frage dein Team anonym oder direkt: »Auf einer Skala von 1–10: Wie sicher fühlt ihr euch, Fehler offen anzusprechen?« Teile das Ergebnis mit dem Team.
Warum diese Aufgabe?
Diese Mini-Messung gibt der FK ein konkretes Datenpunkt über den Status der psychologischen Sicherheit — und das Teilen des Ergebnisses mit dem Team signalisiert: Wir messen das, weil es uns wichtig ist. Gleichzeitig ist es eine Vorübung für die Follow-up-Befragung durch smart insights.
MessungTransparenzFollow-up-Vorbereitung
T14
Phase 3 · Woche 12–13 · Spur MA
Idee aus dem Sprint weiterverfolgen
Wähle eine Idee oder Beobachtung aus den letzten 12 Wochen aus — und mache den nächsten konkreten Schritt, sie weiterzuverfolgen. Nicht perfekt. Einen Schritt.
Warum diese Aufgabe?
Der Transfer von Sprint-Inhalten in echte Handlung ist der kritischste Moment — hier entscheidet sich, ob der Sprint Wirkung hat oder nur eine gute Erfahrung war. Ein konkreter nächster Schritt — egal wie klein — aktiviert Commitment und schließt den Loop.
TransferCommitmentWirkung
T15
Phase 3 · Woche 13–14 · Spur FK
Fehlerkultur-Routine verankern
Etabliere eine dauerhafte Routine: z.B. »In jedem Teammeeting fragen wir: Was lief diese Woche nicht gut — und was lernen wir daraus?« 5 Minuten reichen.
Warum diese Aufgabe?
Fehlerkultur, die nicht in Routinen verankert wird, verpufft nach dem Sprint. Eine feste, kurze Frage in jedem Meeting ist die einfachste Institutionalisierung — und erfordert kein Budget, kein Konzept, keine Genehmigung. Nur Konsequenz.
RoutinenInstitutionalisierungNachhaltigkeit
T16
Phase 3 · Woche 14–15 · Spur MA
Partizipations-Bilanz ziehen
Schreib 3 Sätze: Wo habe ich mich in den letzten 14 Wochen aktiver eingebracht als vorher? Was hat sich verändert — in mir und im Team?
Warum diese Aufgabe?
Bewusste Reflexion über eigene Verhaltensveränderungen stabilisiert den Transfer erheblich — weil das Benennen von Fortschritten diese festigt. Gleichzeitig ist die Wahrnehmung eigener Veränderung ein starker Motivator für Weitermachen.
ReflexionStabilisierungEigenwirksamkeit
T17
Phase 3 · Woche 15–16 · Spur FK
Psych. Sicherheit in Bewerbungsgesprächen kommunizieren
Formuliere heute: Wie würdest du einem Bewerber erklären, wie Fehlerkultur und Beteiligung in deinem Team konkret gelebt werden?
Warum diese Aufgabe?
Wer erklären kann, wie Fehlerkultur bei ihm konkret aussieht, hat sie internalisiert — nicht nur gelernt. Diese Aufgabe ist gleichzeitig Reflexion und Employer-Branding-Vorbereitung: Gute Kulturbeschreibungen sind ein Recruiting-Vorteil und ein Haltungsanker.
InternalisierungEmployer BrandingHaltung
T18
Phase 3 · Woche 16–17 · Spur MA
Verbesserungsvorschlag nachverfolgen
Frage nach einem Verbesserungsvorschlag, den du vor 4–6 Wochen eingereicht hast: Was ist damit passiert? Du darfst nachhaken — das ist explizit erwünscht.
Warum diese Aufgabe?
Mitarbeiter hören auf, Ideen einzubringen, wenn Vorschläge ohne Feedback verschwinden. Das aktive Nachfragen signalisiert: Ich nehme meine Beteiligung ernst — und gibt der Organisation die Chance, den Feedback-Loop zu schließen. Beides ist für echte Partizipationskultur notwendig.
Feedback-LoopNachhaltigkeitBeteiligung
T19
Phase 3 · Woche 17–18 · Spur FK
Sprint-Erfolg dem Vorstand berichten
Formuliere in 3–5 Sätzen: Was hat sich in deinem Team durch den Sprint konkret verändert — in Zahlen oder Beobachtungen? Dieser Text geht an den Bereich oder den Vorstand.
Warum diese Aufgabe?
Die Fähigkeit, Kulturveränderung in kommunizierbare Ergebnisse zu übersetzen, ist entscheidend für die Skalierung des Ansatzes. Diese Aufgabe trainiert präzises Denken über Wirkung — und der Bericht selbst ist die Grundlage für den Business Case gegenüber dem Vorstand.
Business CaseWirkung kommunizierenSkalierung
T20
Phase 3 · Woche 19–20 · Abschluss
Ein Commitment für die nächsten 12 Monate
Formuliere je ein konkretes Commitment für FK und MA: Welche eine Verhaltensänderung aus diesem Sprint soll in einem Jahr noch erkennbar sein? Wann, was, wie?
Warum diese Aufgabe?
Implementation Intentions mit Zeitrahmen und Kontext verdoppeln die Wahrscheinlichkeit dauerhafter Verhaltensveränderung (Gollwitzer). Das explizite »in einem Jahr noch erkennbar« setzt einen langen Zeithorizont — und macht Abweichungen sichtbarer. Der Sprint endet. Die Kultur soll bleiben.
LangzeitwirkungImplementation IntentionGollwitzer
Messung durch smart insights® — Follow-up Befragung
Psychologischer Sicherheits-Index
+30 P
Edmonson-Skala, Folgebefragung
Aktive Ideen-Einbringung
vs. Baseline pro Monat
Fehler-Offenlegungsrate
+45%
Frühwarnsystem Folgebefragung